Yoga: Zeit sich zu verrenken?

Vor ein paar Tagen hatte ich ein sehr interessantes und auch für mich aufschlussreiches Gespräch. „Ich kann kein Yoga machen, ich bin zu dick“ Oder: „Ich kann mich nicht so verrenken“. Ich war überrascht. Selbst in der Yogalehrerausbildung wurde nichts akrobatisches von uns verlangt und abgenommen hat auch niemand, der nicht wollte.
Also was füttert diese Meinung, dass Du diese Voraussetzungen mitbringen musst?
Natürlich sind es die Images in den Medien, die wohlgeformte Yogaladies im Kopfstand, mit beiden Beinen auf den Ellenbogen im Kopf nach unten Modus oder der perfekte Baum auf einem Bein mit den Händen über dem Kopf zeigen.
Und alle „Yogamachenden“ sind wunderbar schlank. Um nicht zu sagen dünn.
Sowohl das eine, als auch das andere hat nichts mit Yoga zu tun.
Es reduziert Yoga auf den Körper und könnte dann auch unter der Rubrik: Aerobik, Akrobatik, Pilates oder Workout gehandelt werden.
Mit Yoga ist die Verbindung von Körper, Geist und Seele gemeint.
Alle drei Bereiche sollen wieder in einen Einklang, einen Flow gebracht werden.
Sollte also eine Verlagerung auf nur einen Teilbereich Deines Seins stattgefunden haben, wird dieser ausgeglichen.
So kann Dein anstrengender Tag am Computer, mit viel Kraftarbeit im Kopf und im Geist  durch Yoga in den ausgleichenden Körperkontakt und geistige Ruhe führen. Und auch Arbeitstage mit körperlicher Anstrengung bringen Erfrischung in den Körper und Achtsamkeit in den  Geist.
Am besten gefällt mir aber immer noch die „Gute-Laune-Absicht“.
Wann immer meine Teilnehmer gestresst, oder schlecht gelaunt ankommen:
Ich sage nichts. Ich kenne das schon. Immer und immer wieder hat es sich auch bei mir bewährt…bei schlechter Laune: auf die Matte.
Und siehe da. Ein bisschen hinterhältig bin ich ja schon, wenn ich nach der Stunde frage: und was macht die schlechte Laune?
Sie ist weg: Immer 😉


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